< zurück zur News-Übersicht | 17. März 2015 |

Cloud als Quelle für modernes Energiemanagement

IBM CeBIT - Pressefrühstück IBM CeBIT - Pressefrühstück

Europaweit hat sich das Unternehmen QUNDIS mit seinen Messsystemen für die Verbrauchsdatenerfassung in der Wohnungswirtschaft einen Namen gemacht. Den Weg vom Hersteller zum Lösungsanbieter für das Energiemanagement ebnet sich der Mittelständler unter anderem über die Cloud. So läuft die Software für Abrechnung und Monitoring von Wärme- und Wasserverbrauch in der IBM SoftLayer Cloud in Frankfurt. Über die zentrale Plattform erhalten Messdienstleister mehr Transparenz über ihre Abrechnungsdaten und den Energieverbrauch.

Im ersten Schritt wurde die Nutzung der SoftLayer Services umgesetzt. Mit der Cloud-Plattform Bluemix werden im nächsten Schritt neue mobile Apps entwickelt, sodass Vermieter wie Mieter über die Plattform aktuelle Verbrauchsdaten abrufen oder ihre Heizung mobil steuern können.

„Mit unserer Q SMP (Smart-Metering-Platform) erhalten unsere Kunden eine zentrale Plattform, um Verbrauchsdaten für Wärme und Wasser schnell und verlässlich zu erfassen“, sagt Dieter Berndt, Geschäftsführer von QUNDIS GmbH. „Der Wettbewerb schläft nicht – und so ist die Cloud für uns als flexible und skalierbare IT-Ressource unverzichtbar, um uns vom Hersteller hin zum Lösungsanbieter zu entwickeln. Die IBM SoftLayer Cloud in Frankfurt bietet nicht nur eine sichere Datenerfassung nach deutscher Gesetzgebung. Sie gibt uns auch die Möglichkeit, weitere Services wie den mobilen Zugriff auf Verbrauchsdaten anzubieten.“

Hausverwalter, Vermieter großer Wohnungseinheiten und Messdienstleister gehören zu den Kunden des mittelständischen Unternehmens QUNDIS aus Erfurt. Die Messsysteme kommen in mehr als sechs Millionen Wohneinheiten in 30 Ländern zum Einsatz. Derzeit entwickeln, fertigen und vertreiben 280 Mitarbeiter am Erfurter Standort unter anderem Heizkostenverteiler, Wärmezähler und Wasserzähler. Die Digitalisierung der Messgeräte eröffnet QUNDIS die Möglichkeit, unterschiedliche Messgeräte mittels Funktechnologien über die Cloud zu vernetzen, um sämtliche Verbrauchsdaten kontinuierlich aus der Ferne zu erfassen. Anders als früher, als Daten nur einmal im Jahr manuell abgelesen wurden, können Mieter jetzt ihren Energieverbrauch kontinuierlich überwachen, steuern und optimieren.

Mit der IBM SoftLayer Cloud als zentrale Plattform für die Datenerfassung haben Kunden von QUNDIS einen standardisierten Zugang zu den Verbrauchswerten ihrer Mieter. Die Cloud wird so zur einheitlichen Gateway-Technologie für das Energiemanagement – und bringt mehr Transparenz in das Energiemanagement von Gebäuden.

Für QUNDIS bildet die Cloud die Basis für ihre Smart-Meter-Plattform und die damit verbundene Entwicklung hin zum europaweiten Lösungsanbieter. In Zukunft werden nicht nur hochwertige Messgeräte entwickelt und vertrieben, sondern darüber hinaus verschiedene Dienstleistungen angeboten: Verbrauchsdaten erfassen und bereitstellen, Geräte-Monitoring steuern oder auch Beratungen und Services für ein effizientes Energiemanagement.

Von diesem Wandel profitieren zukünftig auch die Mieter. Sie behalten über ein mit der Plattform verbundenes Onlineportal stets den Überblick über ihren Wärme- und Wasserverbrauch. So kann QUNDIS dank der funkbasierten Systeme zur Erfassung von Verbrauchsdaten unterschiedliche Smart-Home-Anwendungen unterstützen, damit die Mieter beispielsweise den Wärmeverbrauch auch von unterwegs immer im Blick haben. Gerade auf den Einsatz mobiler Anwendungen will sich QUNDIS verstärkt konzentrieren und entwickelt zukünftig passende Apps über die IBM PaaS-Plattform (Platform as a Service) Bluemix.

„Die Digitalisierung bringt eine enorme Dynamik in den deutschen Mittelstand – plötzlich sind ganz neue Geschäftsfelder greifbar“, sagt Martina Fiddrich, Geschäftsbereichsleiterin Mittelstand und Cloud Service Provider (CSP) für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei IBM. „Das ist nicht nur für unsere Hidden Champions, die im internationalen Wettbewerb stehen, eine riesen Chance. QUNDIS zeigt, wie der Mittelstand durch die Cloud elegant die Brücke zwischen bisherigem Geschäftsmodell und dem Aufgreifen zukünftiger Marktchancen schlagen kann – und so fit für die Zukunft ist.“