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Häufig gestellte Fragen (FAQ): Heizkostenverteiler

Welche Normen und Gesetze regeln den Einsatz von Heizkostenverteilern?

Alle in Deutschland eingesetzten Heizkostenverteiler müssen geprüft und gemäß § 5 der Heizkostenverordnung (HKVO) zugelassen werden. Die technischen Grundlagen hierzu sind in den Europäischen Normen EN 834 und EN 835 festgelegt.

Sind meine Heizkostenverteiler korrekt installiert?

Die europäische Norm EN 834 (Punkt 6.3) schreibt vor, dass nur solche Montagestellen auf dem Heizkörper gewählt werden dürfen, an denen die mittlere Wärmeabgabe über einen großen Temperaturbereich effektivsten erfolgt. Abhängig vom Heizkörpertyp sind daher Befestigungsort, Befestigungshöhe und Art der Befestigung genau vorgeschrieben.

In der Regel muss die Montage der Heizkostenverteiler bei 75 Prozent der Heizkörper-Bauhöhe sowohl bei Verdunstungs- als auch bei elektronischen Heizkostenverteilern erfolgen. Dennoch können die optimalen Montagestellen bei ähnlich aussehenden Heizkörpern zum Teil erheblich voneinander abweichen. Eine korrekte Beurteilung kann daher nur ein Fachmann vornehmen.

So läuft die Installation unseres Heizkostenverteilers Q caloric 5.5 ab:

Warum hängen zwei Heizkostenverteiler an einem Heizkörper?

Bei größeren Heizkörpern kann es sein, dass wegen der ungleichen Wärmeverteilung zwei Heizkostenverteiler angebracht werden müssen. Die Bewertung der Heizleistung des Heizkörpers erfolgt in diesen Fällen für jeden Heizkostenverteiler jeweils zur Hälfte. Anfallende Heizkosten werden deshalb nicht zweimal bezahlt. Ziel der Maßnahme ist die korrekte Erfassung der Wärmeabgabe.

Was ist der Unterschied zwischen elektronischen Heizkostenverteilern und Verdunstern?

Elektronische Heizkostenverteiler erfassen die Wärmeabgabe eines Heizkörpers wesentlich genauer als Verdunster. Das liegt daran, dass bei der elektronischen Wärmeerfassung auch die Raumtemperatur berücksichtigt wird. Unser Heizkostenverteiler Q caloric ist so programmiert, dass er sehr genau zwischen „echter“ Heizkörperwärme und anderen Wärmequellen, z. B. Sonneneinstrahlung, unterscheiden kann. Dank der sehr hohen Temperaturempfindlichkeit werden Messfehler mit dieser Technik stark minimiert.

Bei Verdunstern nehmen ungewollte äußere Einflüsse wie Luftfeuchte oder Sonneneinstrahlung Einfluss auf die Messung. Das führt zu Ungenauigkeiten von bis zu -/+ 15 Prozent in der Messung.

Ein weiterer Vorteil von elektronischen Heizkostenverteilern ist, dass sie im Gegensatz zu Verdunstern stichtagsgenau messen und verschiedene Wertetypen anzeigen können. Dazu gehören u. a. der Jahresverbrauchswert zu einem beliebigen Stichtag und der aktuelle Verbrauch. Außerdem kann die Displayanzeige direkt mit der Jahresrechnung abgeglichen werden.

Was sind Heizkostenverteiler?

Heizkostenverteiler sind Geräte, mit denen sich der relative Anteil eines Heizkörpers am Gesamtverbrauch ermitteln lässt. Sie stellen eine preiswerte Möglichkeit dar, die anfallenden Heizkosten gerecht unter den Bewohnern aufzuteilen. Sie haben sich millionenfach bewährt – und das in Deutschland schon seit den 1920er Jahren.

Montiert werden Heizkostenverteiler direkt am Heizkörper. Dort erfassen sie den Temperaturunterschied zwischen der Heizkörperoberfläche und der Raumtemperatur. Es gibt zwei Arten der Messwerterfassung, entweder über elektronische Heizkostenverteiler oder thermodynamisch über Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip.

Was ist der Unterschied zwischen Einheits- und Produktskala?

Bei Einheitsskalen ist jeder Heizkostenverteiler mit gleichen K-Werten programmiert. Die Anzeigewerte werden bei der Erstellung der Abrechnung mit den jeweils ermittelten Bewertungsfaktoren des Heizkörpers multipliziert. Der Bewertungsfaktor ist von der Heizleistung des Heizkörpers, dem Heizkörpertyp und der Montageart abhängig und wird typischerweise auf der Abrechnung ausgedruckt. Die Summe der so ermittelten Werte findet sich als Verbrauchseinheit in der Abrechnung wieder. Bei Produktskalen ist jeder Heizkostenverteiler bereits mit dem zum Heizkörper passenden K-Werten programmiert. Die Anzeigewerte auf dem HKV sind identisch mit den Werten auf der Abrechnung.

Worin besteht der Unterschied zwischen Einfühler- und Zweifühlerbetrieb?

Im 1- Fühlerbetrieb wird für die Umgebungstemperatur ein konstanter Wert vorgegeben und nur die Heizkörpertemperatur gemessen. Im 2-Fühlerbetrieb wird der tatsächliche Temperaturunterschied zwischen der Umgebungstemperatur und der Heizkörpertemperatur ermittelt. Die Messwerterfassung findet über einen (Heizkörper-) oder zwei Temperaturfühler (Heizkörper- und Raumlufttemperaturfühler) statt.

Weshalb zählt mein Heizkostenverteiler bei abgedrehtem Heizkörper?

Heizkostenverteiler zählen nur, wenn die Temperatur des Heizkörpers höher ist als die Raumtemperatur.

Was bedeuten die Zahlen und Zeichen auf dem Display des elektronischen Heizkostenverteilers?

Ein Heizkostenverteiler mit Einheitsskala zeigt nur einen einheitslosen Wert an. Erst durch die Berechnung mit Hilfe einer Formel ergibt sich der Verbrauchswert.

HKV-Displayschleife

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