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Häufig gestellte Fragen (FAQ): Rauchwarnmelder

Was bedeutet eine Verschmutzungskompensation bzw. Verschmutzungsprognose?

Verschmutzungskompensation
Die Rauchwarnmelder Q smoke Genius H und Q smoke 5.5 überwachen permanent die Verschmutzung ihrer Messkammer. Werden Schmutzpartikel in der Messkammer festgestellt, passen sie ihre Alarmschwelle so an, dass der Abstand zum Grundsignal immer gleich bleibt. Die Rauchwarnmelder werden aufgrund von Verschmutzung nicht empfindlicher, sodass sich die Einsatzzeit um ein Vielfaches erhöht. Fehlalarme können so weitestgehend vermieden werden.

Verschmutzungsprognose
Durch die sogenannte Alarmschwellennachführung können die Rauchwarnmelder Q smoke den Zustand ihrer Messkammer ermitteln. Hierbei misst das Gerät in regelmäßigen Abständen, wie stark die Messkammer mit Schmutzpartikeln zugesetzt ist – je stärker der Verschmutzungsgrad, desto weiter wird die Alarmschwelle heruntergesetzt. Bei der jährlichen Funktionsprüfung erstellen die Geräte automatisch eine Prognose darüber, ob sie bei gleichbleibender Verschmutzung noch weitere 15 Monate funktionsfähig sind. Stellen sie bei der Prognose fest, dass die Verschmutzung der Messkammer so hoch ist, dass die Alarmschwelle nicht mehr nachreguliert werden kann, fällt der Funktionstest negativ aus.

Löst Zigarettenrauch einen Fehlalarm aus?

Qualitätsrauchmelder wie der Q smoke melden keinen Zigarettenrauch, da sie den Unterschied zu sehr kleinen, aber gefährlichen Rauchkonzentrationen erkennen. Dank ihrer Verschmutzungskompensation funktioniert dieser Mechanismus zuverlässig über die gesamte Lebensdauer.

Welche Statusmeldungen werden übertragen?

Folgende Statusmeldungen zur Handhabung und zum Betriebszustand werden vom Funk-Rauchwarnmelder Q smoke 5.5 an das Zählerfernauslesesystem übertragen:

  • Anzahl der Demontagen und Datum der letzten Demontage
  • Anzahl der Installationsstarts
  • Anzahl der Betätigungen der Testtaste und Datum der letzten Betätigung
  • Anzahl der Rauchalarme und Datum des letzten Alarms
  • keine Antwort vom Rauchwarnmelder
  • keine Betätigung der Testtaste seit 12 Monaten
  • Verschmutzungsgrad des Rauchwarnmelders zu hoch
  • geringe Batteriespannung
  • Fehlfunktionen
Hat der Q smoke 5.5 eine Umfeldüberwachung?

Nein. Unser Rauchwarnmelder Q smoke 5.5 hat keine Umfeldüberwachung (z. B. mittels Ultraschall-Sensorik im Melder). Gemäß den gesetzlichen Anforderungen der DIN 14676 wird empfohlen, dass geschultes Fachpersonal einmal im Jahr eine Sichtprüfung der räumlichen Gegebenheiten durchführt. Im Rahmen dieser Prüfung wird festgestellt, ob der Rauchwarnmelder am installierten Ort weiter zuverlässig betrieben werden kann oder nicht. Technische Einrichtungen zur Umfeldüberwachung bergen vor allem in Grenzsituationen aktuell noch viele Fehlerquellen.

Die Umfeldüberwachung ist von der Ferninspektion klar abzugrenzen.

Wie funktioniert die Ferninspektion?

Bei der Ferninspektion sendet der Rauchwarnmelder per Funk notwendige Statusinformationen zu seinem Betriebszustand an das Funk-Netzwerk im Gebäude. Mit diesen Informationen kann der Vermieter sehr frühzeitig erkennen, ob ein Gerät fehlerhaft ist. Der Austausch kann direkt z. B. im Zuge der jährlichen Sichtprüfung erfolgen.

Wie werden unsere Rauchwarnmelder aktiviert?

Durch Eindrehen des Q smoke Genius H oder des Q smoke 5.5 in den zuvor angebrachten Befestigungssockel wird das Gerät automatisch aktiviert. Es ertönt nach dem Einrasten ein akustisches Signal, welches die Betriebsbereitschaft bestätigt.

Wie kann ich die Funktionstüchtigkeit eines Rauchmelders überprüfen?

Die kleine Anzeigeleuchte blinkt regelmäßig (alle 48 Sek.), um anzuzeigen, dass der Rauchwarnmelder funktioniert. Dank der integrierten Echtzeituhr beim Q smoke Genius H wird die LED von 22 Uhr bis 6 Uhr automatisch reduziert. Beim Q smoke 5.5 schaltet sich die LED von 21 Uhr bis 7 Uhr ab. Störmeldungen werden ebenfalls in dieser Zeit unterdrückt, eine Alarmierung im Ernstfall erfolgt weiterhin.

Wenn Sie die Testtaste des Rauchmelders kurz betätigen, ertönt bei positiver Funktionstüchtigkeit das 3-Ton-Testsignal.

Wo sollte ein Rauchmelder montiert sein? Wo nicht?

Die Anwendungsrichtlinie DIN 14676 schreibt vor, wie die Montage eines Rauchwarnmelders zu erfolgen hat. Nachfolgende Tabelle gibt einen ersten Überblick über einige die wichtigsten Vorgaben:

Wo?an die Decke
Wohin?möglichst Deckenmitte (zu allen Einrichtungsgegenständen an der Decke und Wänden ist ein Mindestabstand von 50 cm einzuhalten)
Wie hoch?maximal 6 m Raumhöhe
Welche Fläche wird überwacht?maximal 60 qm
Betriebs-Temperaturbereich:0°C – 55°C

Wichtig: Die mit dem Funkmodul ausgestatteten Rauchwarnmelder Q smoke 5.5 ersetzen keine Brandmeldezentrale. Wird im Falle einer Rauch- oder Branderkennung eine Alarmweiterleitung zur Feuerwehr gewünscht oder gefordert, sind Brandmeldezentralen gemäß DIN 14675 einzusetzen.

Rauchwarnmelder eignen sich nicht für Badezimmer oder geschlossene Küchenräume. Der Abstand zu Küchentüren, Badezimmertüren, Druckluftleitungen von Klimaanlagen oder Heizungen, Deckenventilatoren und Hausventilatoren muss mindestens 90 cm betragen.

In sehr staubigen Bereichen (z. B. Werkstätten) sollten die Rauchwarnmelder ebenfalls nicht installiert werden. Bei Renovierungsarbeiten, die mit hoher Staubentwicklung verbunden sind, sollten Sie die Rauch-Eintrittsöffnungen der Geräte bis zum Ende der Arbeiten abkleben oder die Geräte ganz abnehmen. Überstreichen sie niemals Rauchwarnmelder!

Was ist der Unterschied zwischen Rauchmelder und Rauchwarnmelder?

Bevor Rauchmelder im häuslichen Bereich populär wurden, existierten in Deutschland fast ausschließlich Brandmeldeanlagen (z. B. in Krankenhäusern, Warenlagern, Hotels). Schon früh schuf der Gesetzgeber eine entsprechende Norm, in der die Melder als Rauchmelder bezeichnet wurden. Jedoch haben diese Melder nicht die Aufgabe, Personen nur durch lautes Piepen vor gefährlichen Rauchkonzentrationen zu warnen, sondern einen Brand direkt an die Feuerwehr zu melden – auch wenn keine Menschen im Gebäude sind.

Mit zunehmender Verbreitung von Rauchmeldern in Wohnungen stellte man fest, dass der Name schon besetzt war. Ab dann wurden die akustischen Warngeräte Rauchwarnmelder genannt. Auch wenn im Sprachgebrauch von Rauchmeldern die Rede ist, handelt es sich in den meisten Fällen um Rauchwarnmelder. Unser Q smoke ist ein solcher Rauchwarnmelder.

Welche Vorschriften gibt es zur Installation von Rauchwarnmeldern?

Die nationale Anwendungsnorm DIN 14676 regelt die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern. Diese Norm gilt für private Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung. Sie richtet sich an die für den Brandschutz zuständigen Behörden, Feuerwehren, Hersteller von Rauchwarnmeldern, Planer, Hauseigentümer und Bewohner. Wichtig zu wissen: Es dürfen in der EU nur Rauchwarnmelder eingesetzt werden, die die Anforderungen der DIN EN 14604 erfüllen.

Weiterhin regeln die Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer die Ausstattungspflicht von Bestands- und Neubauten mit Rauchmeldern.

Wie funktioniert der Rauchwarnmelder Q smoke?

Unsere Rauchwarnmelder Q smoke arbeiten nach dem Streulichtprinzip. Bei Rauch ab einer bestimmten Rauchkonzentration wird das Licht im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den akustischen Alarm aus. Über die Prüftaste am Rauchwarnmelder Q smoke Genius H kann zum Beispiel abgefragt werden, ob innerhalb der letzten drei Monate ein oder mehrere Alarme ausgelöst wurden. Zusätzlich blinkt die LED-Leuchte und signalisiert den Status.

Funktionsweise des Rauchwarnmelder Q smoke

Hinweis zum QUNDIS-Service

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass QUNDIS keinen direkten Support für Mieter bzw. private Wohnungseigentümer bietet. Als Geräteanbieter sind wir auf die Herstellung der Messtechnik spezialisiert. Wir haben, auch zum Schutze Ihrer persönlichen Daten, keinen Einblick in die Gegebenheiten ihres Wohnobjekts. Ihr Vermieter oder Hausverwalter ist stets der richtige Ansprechpartner bei allen technischen Problemen.